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Aromatisierter Tee

Neben all den vielen Unterscheidungskriterien wie Sorte, Herkunft und Blattgrad gibt es auch noch unzählige aromatisierte Tees. Dabei sind der Fantasie der Teeproduzenten keine Grenzen gesetzt und ständig kommen neue Varianten auf den Markt, die je nach Jahreszeit variieren.

Chinesische Mischungen

Doch das Aromatisieren ist kein Erfindung der Moderne. Auch die Chinesen kennen seit jeher aromatisierte Tees. Die klassischen Sorten sind Rosen- ,Jasmin-, Lotos und Lycheetees. Als Basis wird ein grüner oder halbfermentierter Tee verwendet. Je nach Herstellungsart werden ihm Blüten oder Blütenblätter beigefügt, oder er wird über einem Bad der kochenden Blüten mit dem Aroma bedampft.

Beliebte Arten sind auch Rauchtees. Sie werden beim Trocknen über sehr harzreichem Holz geräuchert. Dabei entsteht ein Tee mit besonders kräftigem, rauchigem Aroma und intensiver Farbe. Der bekannteste Rauchtee ist der Lapsang Souchong.

Earl Grey

Zu den klassischen aromatisierten Arten vor allem des Schwarztees zählt Earl Grey, der Inbegriff des feinen englischen Tees. Ursprünglich wurden nur chinesische Tees verwendet, denen das ätherische Öl der Bergamotte, einer Zitruspflanze, zugegeben wurden.

Auch dieser Tee geht auf ein altes chinesisches Rezept zurück. Der zweite Earl of Grey, der von 1806 bis 1815 Außenminister Großbritanniens war, brachte es mit nach Europa und schenkte es einem englischen Teehändler, der den Tee nach ihm benannte. Heute werden für Earl Grey hauptsächlich Darjeelingtees verwendet.

Eistee

Eine weitere klassische Teevariante ist Eistee, der vor allem im Sommer sehr beliebt ist. Für einen Eistee nach Originalrezept wird ein kräftiger schwarzer Tee aufgebrüht. Er wird nach einigen Minuten mit vielen Eiswürfeln „schockgefrostet“ und mit Zitrone und Zucker gemischt serviert.

Schon seit dem frühen 19. Jahrhundert kennen die Engländer Rezepte mit kalten Tees, aber zu weltweitem Ruhm kam der Eistee erst auf der Weltaustellung 1904 in St. Louis. Die Amerikaner, die bis dahin nur grünen Tee kannten, sollten auf den Geschmack des schwarzen Tees gebracht werden. Da der Sommer aber sehr heiß war und warmer Tee nicht erwünscht, kam der Engländer Richard Blechynden auf die Idee mit dem Eistee und hatte großen Erfolg.

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