Eine Teerose, auch Teeblume genannt, ist ein äußerst filigranes Gebinde aus
Tee und Blüttenblätter, dass in einer Teekanne nach den Übergießen mit
heißem Wasser langsam wie eine Blüte aufgeht.
Die Kunst des Bindens einer Teerose kommt aus China und wird ausschließlich
dort praktiziert. Die Teeblätter, aus denen eine Teerose gebunden wird, müssen
besonders frisch und weich sein. Deshalb verwendet man nur die ersten drei Triebe
von einem Teestrauch. Das Binden einer Teerose will gelernt sein. In China
gibt es mehrer traditionell Legemuster, die genau eingehalten werden müssen
und viel Fingerfertig verlangen. In die Mitte der Teerose kommt oft eine
Blüte bzw Blütenblätter zum Beispiel von einer Chrysantheme.
Die Teeblätter werden mit einem dünnen Faden aus Baumwolle fixiert. Die endgültige
Form bekommt die Teerose dann durch die Trocknung in einem Ofen. Diese Endform ist
aber schon im Legemuster und der Bindetechnik angelegt. Es gibt verschiedene
traditionelle Muster, die am Schluss zum Beispiel eine Rosette oder Kugel ergeben.
Eine Teerose
sollte am besten in einer großen und bauchigen Glaskanne zubereitet
werden. Nach dem Übergießen mit heißem, aber nicht kochendem Wasser, beginnt dann
das Schauspiel: in etwas zwanzig Minuten beginnt sich die Teerose nun Stück für
Stück ganz langsam zu entfalten, wie eine Blume in den ersten Sonnenstrahlen. Ein
atemberaubendes Schauspiel!
Da Teerose nicht gerade billig sind (auch nicht in China), trinkt man sie nur
zum besonderen Anlässen oder um einem Gast seine ganz besondere Ehrerbietung
zu erweisen.
In der Teerose sind über 100 Teeblätter verarbeitet - das macht sie sehr ergiebig.
Außerdem kann man sie mehrere Mal aufgiesen. Dabei verändert sich der Geschmack
von Mal zu Mal und wird immer milder.
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