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Teesorten

Es wird bunt: Neben den bekannten grünen und schwarzen Tees gibt es noch weißen und gelben Tee. Pu-Erh wird wegen seiner Farbe auch gelegentlich als roter Tee bezeichnet. Nur dem Oolong ist keine Farbe zugeordnet.

Grüner Tee

Grüner Tee ist nicht fermentiert. Er wird traditionell direkt nach der Ernte in Eisenpfannen über offenem Feuer geröstet und getrocknet. Dadurch wird eine Fermentation verhindert und die Wirkstoffe bleiben in ihrer ganzen Vielfalt erhalten. Er wird hauptsächlich in China und Japan angebaut und auch dort bevorzugt getrunken. In Deutschland war grüner Tee beinahe in Vergessenheit geraten, erlebte aber in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts ein Comeback, vor allem als Fettkiller und Gesundheitstee.

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee wird hauptsächlich in Indien und Sri Lanka, dem früheren Ceylon, angebaut. Nach der Ernte werden die Blätter in Weidenkörben geschüttelt. Der austretende Saft reagiert dabei mit der Sonne, der Tee oxidiert gewissermaßen. Nach einigen Stunden ist dieser Vorgang abgeschlossen. Der Tee wird dann mit einem Heißlufttrockner etwa 20 Minuten lang auf 85o erhitzt. Dadurch verliert er 94 % seiner Feuchtigkeit und erhält seine typische bräunliche Farbe.

Im Gegensatz zu grünen Tees sind die Schwarztees intensiver im Geschmack. Sie enthalten nur ein drittel der Wirkstoffe, weil diese durch die Fermentation zum großen Teil zerstört werden. Allerdings ist die Wirkung intensiver.

Weißer Tee

Weißer Tee ist eine besondere Kostbarkeit. Durch die besondere Auswahl der verwendeten Pflanzenteile und Pflanzen erhält der Tee seine einzigartige Qualität. Es werden nämlich nur die ungeöffneten Blattknospen der Teesträucher verwendet, die in der chinesischen Provinz Fujian wachsen. Von dem feinen weißen Flaum, der sich auf den jungen Teeknospen befindet, erhält der Tee seinen Namen. Er wird nicht fermentiert, weshalb er auch gelegentlich den grünen Tees zu geordnet wird. Weißer Tee schmeckt auch nach einer längerer Ziehdauer nicht bitter. Insgesamt hat er einen sehr milden Geschmack.

Gelber Tee

Gelber Tee ist eine ganz besondere chinesische Teespezialität. Bis vor kurzem wurde er nur für den chinesischen Markt hergestellt, wird aber seit einiger Zeit exportiert. In Deutschland ist er noch weitestgehend unbekannt. Er wird zwischen grünem und Oolong Tee eingeordnet.

Zur Herstellung werden nur die obersten jungen Triebe (Tips) verwendet. Er wird genau wie grüner Tee nach der Ernte erhitzt, aber dann nicht sofort weiter verarbeitet, sondern ruhen gelassen. Je nach Sorte wird er dazu in Papier oder Stoff geschlagen. Nach einigen Stunden wird er dann einmal oder mehrfach getrocknet und verpackt.

Gelber Tee zählt zu den edelsten Tees. Sein Anbau liegt auch heute noch vielfach in den Händen von Mönchen, denen er auch lange Zeit zum Genuss vorbehalten war. Im Geschmack hat er eine leichte Kastaniennote.

Oolong

Oolong bedeutet schwarzer Drachen oder schwarze Schlange. Nach der Ernte wird er erst zum welken in die Sonne gelegt und dann in einem Raum ruhen gelassen bis zur Fermentation. Dieser Prozess wird nach einiger Zeit durch Erhitzen in großen Eisenpfannen beendet, so dass der Tee nur zu 30-70% fermentiert ist. Er wird somit zwischen grünem und schwarzem Tee eingeordnet, sowohl was Geschmack als auch Wirkungsweise angeht. Trotzdem hat Oolong sein eigenes, ganz spezielles Aroma, was in unter Teekennern sehr beliebt macht.

In seinen Herkunftsländern ist Oolong eine sehr beliebte Teesorte. In Deutschland ist er weniger bekannt und nur in Tee- oder Chinaläden erhältlich.

Pu-Erh

Pu-Erh Tee wird von einer Unterart des Teestrauches gewonnen und stammt ursprünglich aus der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas. Er wird von Fachleuten als post-fermentiert bezeichnet, ein Hinweis darauf, dass er noch nachreift. Hochwertige Pu-Erh Tees reifen bis zu 60 Jahre, bevor sie auf den Markt kommen.

Die Teeblätter werden gepresst, und spezifische Bakterien können dann den ursprünglich grünen Tee in den roten Pu-Erh Tee verwandeln. Er hat ein erdiges, fast rauchiges Aroma, das nur schwer mit anderen Tees vergleichbar ist.

Mate Tee

Der Mate Tee ist kein Tee im herkömmlichen Sinne, denn er wird nicht aus der Teepflanze Camelia gewonnen, sondern aus den Blättern des Stechpalmengewächses Ilex Paraguayensis.

Für die Herstellung des Mate Tee erntet man ganze Äste des Mate-Strauchs. Die Erntezeit fällt in die Monate Mai bis September, wenn in Südamerika Winter ist. Es werden nicht nur die jungen Triebe geernetet, sondern auch Äste mit zweijährigen Blättern, denn die sind besonders wichtig für ein vollmundiges Aroma.

Nach der Ernte wird der Mate wie gewöhnlicher Tee verarbeitet. Es steht also die gesamte Bandbreit von grünem Mate bis zu einem gerösteten Mate zur Auswahl.

Der Mate Tee erlebte Ende der 90ger einer Renaissance als bekannt wurde, dass er viele Vitamine und Mineralstoffe enthält und den Appetit hemt, wodurch es sich ausgezeichnet als Getränk zur Begleitung einer Diät eignet.

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