Seinen Namen bekam der Darjeeling Tee von seinem ursprünglichen Anbaugebiet, das sich rund um die gleichnamige indische Stadt erstreckt. Er gilt als einer der hochwertigsten Tees, die weltweit angebaut und verarbeitet werden. Sein volles Aroma entfaltet er dann, wenn das Wasser nicht kochend darüber gegossen wird, sondern es beim Aufgießen eine Temperatur von etwa 96 Grad Celsius hat. Eine Besonderheit beim Darjeeling Tee ist, dass er nur ganz kurz ziehen sollte. Zwei bis drei Minuten sind völlig ausreichend. Lässt man ihn länger ziehen, entfaltet er einen bitteren Beigeschmack.
Beim Darjeeling Tee wird das Aroma entscheidend vom Erntezeitpunkt bestimmt. Als First Flush wird der milde Tee bezeichnet, der von Februar bis April geerntet wird. Er ist in Europa ab Anfang Mai verfügbar. Diese Ernte erkennt der Fachmann an der goldgelben Farbe, die der Darjeeling Tee beim Aufgießen in einer weißen Tasse entfaltet.
Eher in der goldbraunen Farbe von Bernstein zeigt sich die Ernte, die von Mitte April bis in den Mai hinein eingebracht wird. Sie wird in Fachkreisen als In-Betweens bezeichnet und erreicht geschmacklich nicht die Qualität der anderen Erntezeiträume.
Wer den Darjeeling Tee etwas kräftiger im Geschmack und intensiver in der Farbe haben möchte, der sollte schauen, dass er einen Second Flush erwischt. Das sind die Blätter, die in den Monaten Juni und Juli geerntet werden. Mit ihnen erzielt man ein perfekt abgerundetes Aroma, das mit dem des First Flush durchaus mithalten kann.
Ebenfalls goldgelb, aber mit einem leichteren und leicht bitteren Geschmack präsentieren sich die Autumnals. Oktober bis Dezember werden diese Blätter geerntet und sie besitzen sehr wenige Gerbsäuren. Geschmacklich wird dieser Tee von den Kennern jedoch sehr geschätzt, weil man ihn in verschiedener Art mit Rohrzucker, Honig oder Milch gut verfeinern kann.
... zur Übersichtsseite Tee
