Qualität hat ihren Preis. Der Grundsatz „was nichts kostet, taugt auch nichts“ trifft auf kein anderes Produkt so offensichtlich zu wie auf Matratzen. Laut Stiftung Warentest weisen die meisten Billigmatratzen große Mängel auf. Stiftung Warentest prüfte zehn Matratzen verschiedener Hersteller zwischen 59 und 279 Euro auf Liegeeigenschaften, Federungsverhalten, Material und Schadstoffe. Das Ergebnis: nur eine Matratze dieser zehn Modelle erreichte bei Stiftung Warentest die Note „gut“.
Der größte Kritikpunkt waren die übertriebenen Werbeversprechungen der Hersteller. Besonders ärgerlich war das Testergebnis bei Matratzen, die mit „Med“ oder „Bio“ beworben wurden, in der Tat aber einen hohen Schadstoffgehalt aufwiesen. So enthielten drei der getesteten Billigmatratzen unter anderem Flammschutzmittel und Insektengifte. Diese müssen zwar keine Gesundheitsschäden verursachen, doch haben Chemikalien jeglicher Art im Bett nichts zu suchen. Andere Modelle waren für Allergiker nicht geeignet, da sie keinen waschbaren Bezug hatten.
Auch die Herstellerangaben des Härtegrades fielen negativ auf. Für Kunden und Fachhändler ist es wichtig, das Federungsverhalten einer Matratze einschätzen zu können. Wenn der Härtegrad als einzige Orientierung zum Liegekomfort einer Matratze angegeben wird, sagt dies noch nichts über die Punktelastizität aus, die besonders für Menschen mit Rückenproblemen ausschlaggebend ist. Die Hersteller gaben zwar den Härtegrad an, aber keine weiteren Informationen. So kann eine lediglich mit Härtegrad H2 ausgezeichnete Matratze alles sein: hart, weich oder mittel.
Doch es gab auch Lichtblicke. Zwei Billigmatratzen bestanden den Test und konnten von Stiftung Warentest als empfehlenswert bewertet werden: die Sultan Forestad von Ikea für 129 Euro, und die 7-Zonen Kaltschaummatratze von Malie für 159 Euro, die auch bei www.lattenrost-matratzen.de zu finden ist.
